Baronin von Waldstätten
Ich möchte Ihnen eine Geschichte erzählen...
Es war einmal ein König
der lebte mit seinem Sohn
in einem Schloss
das lag in einem Zaubergarten
Und weil der König alt
und von der Welt enttäuscht war
war die Mauer sehr hoch
und das Tod immer zugesperrt
Es gibt, sprach der König
keinen besseren Ort
Doch die Sehnsucht
sprach zum Prinzen:
Du musst hier fort!
Manchmal nachts fält Gold von den Sternen
Du kannst es finden
da draussen, wo noch keiner war
Sein heisst Werden, Leben heisst Lernen
Wenn du das Gold von den Sternen suchst
mustt du allein hinaus in die Gefahr
Da draussen wirst du scheitern
sprach der Vater zum Sohn
Genau wie ich
Drum bleib
in unserm Zaubergarten!
Ich geb dir Sicherheit
Nur um dich zu beschützen
ist die Mauer so hoch
und das Tor immer zugesperrt
Die Liebe des Königs
sprach aus jedem Wort
Doch die Sehnsucht
sprach zum Prinzen:
Du musst hier fort!
Am Rand der Welt fällt Gold von den Sternen
Und wer es findet
erreicht, war unerreichbar war
Sein heisst Werden, Leben heisst Lernen
Wenn du das Gold von den Sternen suchst
must du allein hinaus in die Gefahr
Lieben heisst manchmal loslassen können
Lieben heisst manchmal vom Geliebten sich trennen
Lieben heisst, nich nach dem eignen Glück fragen
Lieben heisst unter Tränen zu sagen:
Weit von hier fällt Gold von den Sternen
Du kannst es finden
da draussen, wo noch keiner war
Sein heisst Werden, Leben heisst Lernen
Wenn du das Gold von den Sternen suchst
musst du fort von Zuhaus
und nur auf dich gestellt
allein hinaus in die Welt voll Gefahr
In die Welt
voll Gefahr
NIEMAND LIEBT DICH SO WIE ICH
Leopold
Du bleibst!
Du hast mir einen Schuldvertrag unterschrieben.
Wolfgang
Aber in Wien verdiene ich in einem Monat mehr als hier in einem Jahr.
Leopold
Das hast du auch von Paris gedacht. Und dann hat es deine Mutter das Leben gekostet.
Und mich meine Ersparnisse, und unsere Familie den guten Ruf.
Wolfgang
Ich hasse Salzburg.
Nannerl
Bitte, Wolfgang, sag das nicht!
Wolfgang
Und wenn ich doch abreise?
Leopold
Das würde mich töten.
Nannerl
Weisst du noch? Du hast immer gesagt: Nach dem lieben Gott kommt gleich der Papa.
Leopold
Niemand, niemand
liebt dich so wie ich.
Du bist zu kindlich und zu ungeschickt
für das kalte, schlaue Spiel des Lebens
Ich hab Angst um dich
Du brauchst mich
denn niemand
liebt dich so wie ich
Sei froh
dass ich mich
sorge um dich
Denn sag mir, wo
wärst du ohne mich?
Alle andern sind Feinde.
Auf mich kannst du bauen
Nannerl
Unser Vater ist sehr erfahren.
Er will uns beinden Lein srspar'n
Ausserdem grämt er sich ohne dich zu Tode.
Wolfgang
Kommt ein bess'rer Augenblick, geh ich doch.
Ich muss weg hier, sonst erstick ich noch
Leopold
Ich erlaube es nicht
dass uns're Familie
zerbricht
SAUSCHWANZ VON DRECKEN
Wolfgang
Ich bin ein Musiker und Dichter
und alles, was Sie sonst noch wollen
Ich habe dutzende Gesichter
und spiele tausen Rollen
Ich ruck and zuck
und spuck und schluck
und guck um alle Ecken
Ich schnurr und schwatz
Ich schnorr und schmatz
Gestatten, mein Name ist...
Sauschwanz von Drecken
den Spiessern ein Schrecken
Ein Scherzherz und ein Bierstier
ein Kussmaul und Begier-Tier
Es gibt kein Scharmützel
Stanitzel oder Schnitzel
vor dem ich mich drück
Ein Sauschwanz
zückt vor nicht zurück
Jeder Bummelrummel
ist mein Zuhause
Jeder Grummelhummel
zahl ich den Wien
Jeden Kümmel-Lümmel
lad ich zur Sause
Erst im Bimmel-Himmel
schalfe ich ein
Denn ich bin
Sauschwanz von Drecken
Ein Meister im Schlecken
Ein tapferer Trinker
ein hochgelobter Stinker
Das Buckeln und Dackeln
und mit den Ohren wackeln
reicht mir nicht zum Glück
Ein Sauschwanz
zuckt vor nichts zurück
Jeden Brabbelsabbel
bring ich zum Schweigen
Jedem Schwabbelwabbel
mache ich Mut
Jeder Hoppelpoppel
tanzt meinem Reigen
Jeder Doppelmoppel
lüpft seinen Hut
Ich bin Sauschwanz von Drecken
Ich lass es mir schmecken
Rasch leer ich alle Flaschen
Was ich hasch, muss ich vernaschen
Ich nudel die Nudeln
und fress Struden nur in Rudeln
gleich sieben am Stück
Ein Sauschwanz
zuck vor nichts zurück
Kurz und gut:
Ich bin der Sauschwanz
DER PRINZ IST FORT
Nannerl
Du warst der Prinz
ich die Prinzessin
Im fernen Königreich
unserer Kinderzeit
Unzertrennlich
zwei kleine Wunder
vielbestaunt
einander nah und gleich
Es gab niemals Streit.
Jetzt wein ich oft.
Du bist so weit
Der Prinz ist fort
Das Schloss ist leer
Und die Prinzessin
lacht nicht mehr
Vorm Fenster wächst
ein Dornenbusch
Ich kann dich nicht
mehr sehn
Ich will mich nicht beklagen
doch meine Wunderzeit ist aus
Bald werd ich
Mann und Kinder haben
und spiel Klavier
nur noch zuhaus
Dein Vater hat dich aufgegeben
Er sagt, dass du verloren bist
Wenn er seufzt, steh ich daneben
und denke heimlich
dass mein Leben
im Grunde schon vorüber ist
Der Prinz ist fort
Das Schloss ist leer
Und die Prinzessin
lacht nicht mehr
Vorm Fenster wächst
ein Dornenbusch
Ich kann dich nicht mehr sehn
Der Prinz ist fort
Das Schloss ist leer
Und die Prinzessin
lacht niemals mehr
Ein hoher Dornenbusch
steht zwischen dir und mir
Ich kann dich
nicht verstehn
und nicht mehr
sehn
ICH BLEIBE IN WIEN!
Fürsterzbischof Colloredo
Verflucht, was ist das!?
Graf Arco
Er drang einfach ein
Fürsterzbischof Colloredo
Raus hier, sonst lass ich ihn prügeln!
Graf Arco
Verschwinden Sie, Mozart!
Wolfgang
Was sein muss, muss sein!
Fürsterzbischof Colloredo
Ich werd seine Frechheit scho zügeln
Wolfgang
Ich beug mich nicht mehr
Graf Arco
Das ist wohl ein Scherz
Wolfgang
Menschen adelt nur das Herz
Fürsterzbischof Colloredo
Ich hab ihm befohlen
nach Salzburg zu ziehn
Wolfgang
Adieu, Fürst,
ich bleibe in Wien!
Fürsterzbischof Colloredo
So, der Lump gehorct nicht mehr?
Möchte mir gar drohn?
Hier in Wien
verhungert er
Darür sorg ich schon
Wolfgang
Ja, Sie sind mächtig
Ein Fürst der Provinz
Doch mich können Sie nicht erschrecken
Denn ich hab Talent
darum bin ich ein Prinz
Ich muss mich vor keinem verstecken
Sie stahlen mir Zeit
Sie stahlen mir Geld
sperrten mich in ihre Welt
Nie war ich Ihr Knecht
auch wenn es so schien
Adieu, Fürst,
ich bleibe in Wien!
Bedienstete (gleichzeitig)
Jetzt geht er zu weit!
Das ist verrückt
Das tut ihm noch leid!
Das ist zuviel!
Das ist impertinent!
Hört euch das an!
Mozart kennt
ihn noch nicht
Bedienstete (gleichzeitig)
Hört!
Unverschämt!
Welch
ein Benehmen!
Seht
Colloredo bebt!
Hört
wie er lügt!
Irr! Wirr!
Hört euch das an!
Unbegreiflich!
Fürsterzbischof Colloredo
Mir tut nur sein Vater leid
Sein Sohn ist ein Erzlump!
Wolfgang
Ein Lump war ich nur
wurd ich danach gehn
was sicher und
möglichst bequem ist
Ein Künstler wie ich
darf nicht danach sehn
was Fürsten und
Vatern genehm ist
Gibt es auf die Zukunft
auch keine Gewähr
ich brauch keinen
Vormund mehr!
Niemand wird mich
zum Sklaven erziehn!
Adieu, Fürst
Ich bleibe in Wien
Bedienstete (gleichzeitig)
Soll er eben ziehn!
Wien ist sein Ruin!
Das bricht ihm seinen Hals!
Dieser Mozart muss
verrückt sein
Wie kann er so
ungeschickt sein
und dem Fürsten
offen sagen
er bleibt in Wien?
Bedienstete (gleichzeitig)
Fex, Narr, Dalk, dummer Bub!
Fex, Narr, Dalk, Lümmel, Erzlump!
Fex, Narr, Dalk, dummer Bub!
Fex, Narr, Dalk, Lümmel, Erzlump, Wicht!
Fex, Narr, Dalk, dummer Bub!
Fex, Narr, Dalk, dummer Bub!
Endlich wird der Wunderknabe
ungeachtet seiner Gabe
auch mal den kürzeren ziehn
Fürsterzbischof Colloredo
Keiner hat mich je so schlect bedient wie er.
Liederlicher Bursche. Ich will nichts mehr zu tun haben mit ihm!
Wolfgang
Ich mit Ihnen auch nicht.
Fürsterzbischof Colloredo
Komm er mir noch einmal angewinselt...!
Wolfgang
Ich scheiss auf Sie!
Fürsterzbischof Colloredo
Graf Arco!
Schmeissen Sie ihn raus. Mit einem Fusstritt!
Graf Arco
Schade um Sie, Mozart.
Jetzt ist es aus mit Ihnen
Wolfgang
Nein!
Ich fange erst an
Jetzt bin ich frei!
WIE WIRD MAN SEINEN SCHATTEN LOS?
Wolfgang
Auf Fürstengunst verzichte ich
Und auch auf die Puderlocken
Der Muff von Staub und Weihrauchduft
genügt mir nicht mehr
Ich will das wahre Leben spür'n
Es hat dicke, rote Lippen
es riecht nach Wien
und wärmt mich in der Nacht
Es flüstert, wient und lacht
Die Frage ist bloss:
Wie wird man seinen Schatten los?
Wie sagt man sienem Schicksal Nein?
Wie kriecht man aus der eignen Haut?
Wie kann man je ein andrer sein?
Wen soll man fragen
wenn man sich selber nicht versteht?
Wie kann man frei sein
wenn man seinem eignen Schatten nie entgeht?
Was soll mir die Unsterblichkeit!
Vor dem Sterben will ich leben
Der Grabgeruch der Lorbeergruft
betäubt mich nicht mehr
Was ist die schönste Sinfonie
gegen einen weichen Busen?
Kein Geigenklang
kann je so zärtlich sein
wie eine Hand im Haar
Die Frage ist bloss:
Wolfgang & Chor
Wie wird man seinen Schatten los?
Wie lässt man alles hinter sich?
Wie jagt man sein Gewissen fort?
Wie flieht man vor dem eignen Ich?
Wie kann man flüchten
wenn man sich selbst im Wege steht?
Wie kann man frei sein
wenn man seinem eignen Schatten nie entgeht?
Chor
Neben dir steht ein Dämon
in Gestalt eines Knaben
Ihm allein sollst du dienen
Was du bist, will er haben
Nur für ihn allein
bist du gebor'n
Hinter dir steht ein Dämon
in Gestalt eines Knaben
Tag und Nacht
ist er bei dir
Wolfgang (gleichzeitig)
Angst, die mir den Atem raubt
Blei auf meinem Schultern
Schweigen, das mir Fragen stellt
und keine Antwort gibt auf main Warum
Unsichtbare Blicke
an denen ich ersticke
Der Schatten
der mir folgt - ich glaub'
eines Tages
bringt er mich noch um
Wolfgang & Chor
Wie wird man seinen Schatten los?
Wie sagt man sienem Schicksal Nein?
Wie kriecht man aus der eignen Haut?
Wie kann man je ein andrer sein?
Wen soll man fragen
wenn man sich selber nicht versteht?
Wie kann man frei sein
wenn man seinem eignen Schatten nie entgeht?
Chor
Wie wird man seinen Schatten los?
Wie lässt man alles hinter sich?
Wie jagt man sein Gewissen fort?
Wie flieht man vor dem eignen Ich?
Wie kann man flüchten
wenn man sich selbst im Wege steht?
Wie kann man frei sein
Vor deinem Schicksal
kannst du nicht fliehn!
Wolfgang (gleichzeitig)
Wie kann ich leben
solang ich nur
dem Schicksal dien'?
Kann ich denn nie
kann ich denn nie
nie, niemals
vor meinem eignen Schatten
fliehn?
HIER IN WIEN!
Emanuel Schikaneder
Brav
Antonio Salieri
A la mode
Josepha Auernhammer
Einfach wunderbar
Philomena Hofer
Ich dachte, er spielt Spinett
Georg Christoph Wagenseil
Ich hörte ihn als er sieben war
Marianne Wagenseil
Damals war er so adrett
Catarina Cavalieri
Schön ist er nicht
Pasquale Artaria
Doch er kann etwas
Antonio Salieri, Giuseppe Affligio (gleichzeitig)
Plump und blass
Gräfin Rumbeke
Über ihn spricht schon toute Wien
Antonio Salieri, Giuseppe Affligio (gleichzeitig)
Eintagsfliege!
Giuseppe Affligio, Pasquale Artaria (gleichzeitig)
Falschspielerei!
Ein Zirkusnarr
ohne Kunstsinn
Ehepaar Wagenseil, Emanuel Schikanderer, Dr. Mesmer, Baronin von Waldstätten, Joseph Auernhammer
Sein Geschick:
Virtuos
Die Musik:
Tadellos
Mozart wird berühmt
Antonio Salieri
Als Pianist
akzeptier ich ihn
doch er kann nicht komponiern
Emanuel Schikandeder, Barnonin von Waldstätten (gleichzeitig)
Wer kommt ihm gleich?
Josepha Auernhammer, Dr. Mesmer (gleichzeitig)
Er wird ganz gross
Catarina Cavalieri
Jetzt ist er neu
aber kennt man ihn
wird er nicht mehr interessiern
Ehepaar Wagenseil (gleichzeitig)
Ein Phänomen!
Ehepaar Wagenseil (gleichzeitig)
So hochbegabt!
Giuseppe Affligio
Ihn unterstützt manche Gönnerin
Emanuel Schikandeder, Dr. Mesmer (gleichzeitig)
Sein Stern geht auf!
Gräfin Rumbeke
Er ist bei Hof gern gesehn
Baronin von Waldstätten (gleichzeitig)
Er braucht Hilfe
Giuseppe Affligio, Pasquale Artaria (gleichzeitig)
Rosstäuscherei!
Ein Zirkusnarr
ohne Kunstsinn
Ehepaar Wagenseil, Emanuel Schikaneder, Dr. Mesmer, Baronin von Waldstätten, Josepha Aurenhammer
Dieses Spiel
Voll Talent...
Und sein Stil:
Exzellent!
Mozart wird berühmt
Antonio Salieri, Giuseppe Affligio, Pasquale Artaria, Catarina Cavalieri, Gräfin Rumbeke, Philomena Hofer
Doch was heisst das schon...
Alle
...hier in Wien...
Dr. Mesmer
...wo man vor einem Messerstich
in heinen Rücken
die Hände dir küsst
Alle
Hier in Wien...
Emanuel Schikaneder
...wo man alles verzeiht
nur nicht, dass irgendwer
hier erfolgreich ist
Alle
Was heisst das schon in Wien...
Ehepaar Wagenseil
...wo man leidet an allem, was schön ist
weil jeden der Neid zerfrisst
Baronin von Waldstätten, Josepha Auernhammer, Marianne Wagenseil
Nur tote Künstler sing beliebt...
Alle
...hier in Wien.
Gräfin Rumbeke
Nicht ohne Grund ist er stellungslos
Ehepaar Wagenseil (gleichzeitig)
Frei ist die Kunst
Antonio Salieri
Auch, wenn der Kaiser ihn schätzt
Emanuel Schikaneder, Barnonin von Waldstätten (gleichzeitig)
Nichts hält ihn auf
Pasquale Artaria
Sein Selbstgefühl
ist schon viel zu gross
Josepha Aurenhammer, Dr. Mesmer (gleichzeitig)
Nichts macht ihn klein
Philomena Hofer
Er hat die Regeln verletzt
Catarina Cavalieri, Gräfin Rumbeke, Philomena Hofer
Er spielt und trinkt
mit verruf'nem Pack
Baronin von Waldstätten (gleichzeitig)
Er braucht Freunde
Antonio Salieri, Giuseppe Affligio, Pasquale Artaria
Jeder sucht sich seinen Kreis
Ehepaar Wagenseil, Emanuel Schikaneder, Dr. Mesmer, Baronin von Waldstätten, Josepha Auernhammer
Doch er war
schon zu Gast
in so manchem
Palast
Dr. Mesmer, Baronin von Waldstätten, Josepha Auernhammer
Mozart ist berühmt!
Ehepaar Wagenseil, Emanuel Schikaneder (gleichzeitig)
Mozart ist berühmt!
Giuseppe Affligio, Pasquale Artaria, Antonio Salieri (gleichzeitig)
Rosstäuscherei!
Ein Zirkusnarr ohn Kunstsinn
Antonio Saliere, Giuseppe Affligio, Pasquale Artaria, Catarina Cavalieri, Gräfin Rumbeke, Philomen Hofer
Doch was hiesst das schon...
Alle
...hier in Wien...
Marianne Wagenseil, Baronin von Waldstätten, Josepha Auernhammer
...wo schon die Kinder beginnen
Intrigen zu spinnen
weil es unterhält
Alle
Hier in Wien...
Dr. Mesmer, Georg Christoph Wagenseil, Emanuel Schikaneder
...wo man sich diebisch freut
sobald einer, der oben ist, runterfällt
Alle
Was heisst das schon in Wien...
Baronin von Waldstätten, Josepha Auernhammer, Marianne Wagenseil
...wo die äusserste
Höflichkeit darin
besteht, dass man sich verstellt
Georg Christoph Wagenseil, Dr. Mesmer, Emanuel Schikaneder
Weil man ein Wunder nicht vergibt...
Alle
...hier in Wien
Baronin von Waldstätten
Ihn berührt
euer Urteil nicht
denn er ist wirklich
ein Genie
Graf von Zinzendorf (gleichzeitig)
Was dieser Mozart komponiert,
ist alles gestohlen, schlecht kopiert
Josepha Auernhammer, Ehepaar Wagenseil, Dr. Mesmer, Emanuel Schikaneder (gleichzeitig)
Mozart ist ein Genie!
Alle
Doch was heisst das schon
hier in Wien?
Wo man vor einem Messerstich
in deinen Rücken
die Hände dir küsst
Hier in Wien
wo man alles verzeiht
nur nicht, dass irgendwer
hier erfolgreich ist
Was heisst das schon in Wien
wo man leidet an allem, was schön ist
weil jeden der Neid zerfrisst
Totes liebt man sehr
hier in Wien
Wien bleibt Wien
Das ist eine Drohung!
Wien bleibt Wien!
Das ist eine Drohung!
Wien bliebt
Wieb bleibt Wien!